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Das war nichts! Mit 4:8 unterliegen die Rockets den Eisheiligen aus Düsseldorf und vermasseln ihrem Coach Heiko Wilken den Einstand.

Engagiert und couragiert wollten sie zu Werke gehen, aus einer geordneten Defensive heraus den starken Aufsteiger aus Düsseldorf begegnen.

Herausgekommen ist ein nervöser, übervorsichtiger Beginn, bei dem es war den Essenern anzusehen war, dass sie die einstudierten Lauf- und Passwege exakt so umsetzen wollten, wie besprochen. Bloß keine Fehler machen. Leider gelang ihnen dadurch gelinde gesagt zu Beginn rein gar nichts.

Nach dem ersten Drittel führten die Gäste aus der Landeshauptstadt bereits mit 0:4 und Coach Heiko Wilken setzte ein Zeichen: tauschte mit Dennis Dannhauer für Zachary Rip die Torhüter. Das Signal von der Bank zeigte zunächst wenig Wirkung, denn die Düsseldorfer erhöhten auf 0:5. Doch nach 30 Minuten wachten die Essener auf und wagten mehr im Spiel. Das 1:5 fiel prompt nach einem Rückpass des Düsseldorfer Verteidigers Sandro Bencko, der seinem verdutzten Torwart die Scheibe selbst ins Netz legte. Der wohl jetzt schon kurioseste Treffer der diesjährigen Saison wurde zudem noch Goalie Dennis Dannhauer gutgeschrieben, da er zuletzt auf Essener Seite am Puck war.

Im Anschluss fielen die Tore im Wechsel. Düsseldorf erhöhte auf 1:6, Essen verkürzte im Powerplay durch Oliver Knoth nach Zuspiel von André Winkler und Tim Schilt auf 2:6, Düsseldorf erhöhte daraufhin sogar noch auf 2:8.
Im letzten Drittel entwickelte sich dann endlich ein Spiel auf Augenhöhe. Essen steckte nicht auf und Düsseldorf schaltete keinen Gang zurück. In den letzten 4 Minuten des Spiels gelang André Winkler noch mit 2 Treffern zum 4:8 Endstand eine einigermaßen erträgliche Ergebniskorrektur.

Insgesamt ein verdienter Sieg für den sehr kompakten Aufsteiger aus Düsseldorf. Dennoch war Coach Heiko Wilken aufgrund der letzten 30 Minuten nicht gänzlich unzufrieden mit der Leistung seines Teams, welchem in den nächsten Trainingseinheiten viel Arbeit bevorsteht.

Nach dem Abstieg aus der ersten Division der EHHL starten die Rockets in dieser Saison in der zweiten Division. Wohin dort die Reise in der Tabelle gehen wird, ist zu Saisonbeginn schwer abzuschätzen, denn das Essener Team hat sich im Vergleich zur letzten Saison auf einigen Positionen stark verändert. Besonders schmerzte der Weggang von Verteidiger Torsten Gleißner - für ihn schnürt ab sofort das Skaterhockey Urgestein Lars Koppelberg die Schlittschuhe. Neu im Team sind ebenfalls Goalie Guido Potthoff und Verteidiger Daniel Kobjolke. Darüber hinaus wechselte Center Benjamin Pohl von Essener Lions zu den Rockets.

Zum Auftakt ging es ohne Stürmer Jeremy Kretschmann sowie die Verteidiger Jonathan Schwill und Roland Kowalke nach Krefeld gegen die dort heimischen Eisbären.

Eine defensive, abwartende Taktik wurde vom neuen Teamleader Julian Geiling als Marschrichtung vorgegeben, erwartete man doch einen stürmischen Beginn der Hausherren. Dennoch waren es die Essener, die zunächst eindeutig den Ton angaben und sich Chancen im Minutentakt erarbeiteten. Benjamin Pohl fügte sich bereits mit seinem ersten Wechsel prächtig in das rote Rocketstrikot ein und erzielte das frühe 1:0. Die Essener blieben dran, erhöhten den Druck nach vorne und attackierten die Eisbären früh in deren eigenem Drittel. Somit gelang es das gefährliche Konterspiel der Krefelder weitestgehend zu unterbinden. Noch vor der Drittelpause erhöhte André Winkler folgerichtig mit einem Schlagschuss vom Bullypunkt in den kurzen Winkel auf 2:0.

In der Drittelpause wurde weiterhin der Fokus auf eine geordnete Defensive gerichtet und die Rockets hielten sich an die Vorgabe, arbeiteten weiter geschlossen in allen Bereichen des Eises. So erhöhte André Winkler nach schöner Vorlage von Oliver Knoth aus kurzer Distanz auf 3:0 und Christopher Schaake schloss ein sehenswertes Solo zum 4:0 ab. Nicht nur auf Krefelder Seite rieben sich einige Spieler und Zuschauer zu diesem Zeitpunkt verwundert die Augen. In die zweite Drittelpause ging es mit 5:1, nachdem Oliver Knoth den Anschlusstreffer der Eisbären postwendend nach einer tollen Kombination beantwortete.

Doch statt langweiliger Ergebnisverwaltung begann das letzte Drittel hektisch. Die Essener mussten den verletzungsbedingten Ausfall von Daniel Kobjolke sowie eine 2 + 10 minütige Strafe gegen Nils Schwarz auffangen. Zudem gesellten sich weitere Strafen auf Seiten der Rockets hinzu. Mehrere 5:3 Powerplay Situationen für Krefeld waren die Folge. So war es kaum verwunderlich, dass die Eisbären den freien Raum auf dem Eis zu drei schnellen Treffer nutzten. 5:4 und noch gute 8 Minuten Spielzeit auf der Uhr sollten eine spannende Schlussphase versprechen. Doch hier zeigte Goalie Zachary Rip sei ganzes Können. Mit sehenswerten Paraden und vereinten Kräften konnte das Ergebnis, abermals in Unterzahl, gehalten und somit auch die ersten drei Punkte nach Essen geholt werden.

Mit diesem überraschenden Erfolg setzt sich die neuformierte Truppe vom Westbahnhof direkt auf den ersten Tabellenplatz. Die nächsten Spiele werden zeigen, wohin die Reise diese Saison noch führt.