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Bundesligateam

Doppelter Spieltag – keine Punkte!

Skaterhockey Bundesliga. Beim 14:16 gegen Köln fühlten sich die Wohnbau Rockets von den Schiedsrichtern verschaukelt. Beim 4:12 in Kaarst waren 17 Ausfälle letztlich nicht zu kompensieren
von Christian Schwarz

Einen Doppelspieltag zum Vergessen erlebten die Bundesliga-Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets. Dabei sind die 14:16-Niederlage gegen den HC Köln-West und das 4:12 bei den Crash Eagles Kaarst lediglich das bleibende Zahlenwerk. Denn die Geschichten hinter den Ergebnissen dürften den SHC noch über längere Zeit beschäftigen. So wähnten sich die Essener gegen Köln vor allem in der entscheidenden Schlussphase von den Schiedsrichtern verschaukelt, und in Kaarst traten die Essener trotz 17 (!) Ausfällen nur deswegen an, weil sie ansonsten arge Strafen vom Verband zu befürchten hatten. SHC Wohnbau Rockets – HC Köln-West 14:16 (5:5, 6:5, 3:6). „Ein Skandal“, wetterte der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher im Anschluss an die Partie gegen den aktuellen Europacup-Sieger aus Köln. Dabei echauffierte sich der Essener Skater-Boss ganz besonders über die Ansetzung der Unparteiischen. Denn ausgerechnet für das Spitzenspiel hatte der Verband Jonas Dietrich, den Bruder des Kaarster Top-Scorers Timo Dietrich, eingeteilt. Und gegen Kaarst mussten die Raketen keine 48 Stunden später antreten.
 
Trotz dieser kuriosen Verbandsentscheidung lagen die Rockets nach einer wahren Hitzeschlacht bei fast 35 Grad Celsius in der Halle sieben Minuten vor dem Ende mit 14:12 vorne, ehe sich die vermeintlich entscheidende ereignete. So dachten die Raketen, dass es nach einem gefühlten Foul an Dominik Luft eine Strafe gegen Köln geben würde. Allerdings entschieden die Referees auf Strafen gegen beide Teams. Nach Protesten der Rockets gab es eine weitere Strafe gegen die Hausherren, und die folgende Überzahl nutzte Köln, um zum 14:14 auszugleichen. Nachdem die Gäste 50 Sekunden vor dem Ende dann per Konter zum 15:14 getroffen hatten, kippte die Partie dann vollends. Denn als der SHC seinen Keeper in den Schlusssekunden zugunsten eines weiteren Feldspielers tauschte, trafen die Kölner zum 16:14 ins verwaiste Essener Gehäuse.
 
 SHC-Tore: Brandt (8), Lenz (3), Barta (2), Luft. Strafminuten: Essen: 12 + Matchstrafe (Schneider). - Köln: 14. Zuschauer: 300:
 
 Crash Eagles Kaarst – SHC Wohnbau Rockets 12:4 (2:0, 6:2, 4:2).  16 Krankmeldungen und Pierre Klein im Krankenhaus – angesichts ihrer dramatischen personellen Situation versuchten die Raketen, das Top-Spiel beim amtierenden Deutschen Meister in Kaarst abzusagen. Dem aber machte der Verband einen Strich durch die Rechnung. Nehme man den Kader der ersten und zweiten Mannschaft zusammen, müssten die Raketen insgesamt 31 ärztliche Atteste vorlegen, so die Replik auf die dringliche Anfrage der Rockets.
 
„Ich bin fassungslos und habe kein Verständnis dafür, dass der Verband einen Verein derart unter Druck setzt. Es will nicht in meinen Kopf gehen, dass wir nachweislich wegen Krankheit und Verletzung auf rund 20 Spieler verzichten, aber trotzdem antreten müssen“, schimpfte Thomas Böttcher. „Eine Liga sollte eigentlich für die Klubs da sein und nicht umgekehrt.“
 
Angesichts ihrer personellen Super-Gau-Situation schlugen sich die Rockets in Kaarst noch mehr als achtbar. Insgesamt aber waren sie gegen die starken Kaarster chancenlos. „Die verbliebenen Jungs haben alles aus sich herausgeholt, aber eigentlich war schon im Vorhinein klar, dass es in dieser Besetzung gegen Kaarst leider nicht reichen würde“, meinte Böttcher kopfschüttelnd.
 
 SHC-Tore: Bürgers (2), Barta, Lenz.
 
 Strafminuten: Essen: 6. – Kaarst: 6 + 5.

 

Wegweisende Spiele für Rockets

Skaterhockey Bundesliga. Die Partien gegen Europacupsieger Köln und den deutschen Meister Kaarst sind für die ersatzgeschwächten Essener sehr wichtig

 
Mit fünf Bundesliga-Siegen in Serie, dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger und dem Einzug in das nationale Cup-Viertelfinale haben die Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets zuletzt zum sportlichen Höhenflug angesetzt. Eine Fortsetzung im Heimspiel gegen die HC Köln-West Rheinos (Donnerstag, 18 Uhr, Raumerstraße) und auswärts bei den Crash Eagles Kaarst (Samstag, 17 Uhr) würde die Essener nun noch weiter nach oben tragen. Allerdings gehören die Widersacher zum Besten, was die Sportart zu bieten hat.
 
„Köln hat im vergangenen Jahr den Herren-Europacup gewonnen und Kaarst ist amtierender Deutscher Meister. Das werden zwei hammerharte Aufgaben“, sagt der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher, dem die personelle Situation der Raketen ein paar Sorgenfalten ins Gesicht zeichnet. Denn in Jan Barta, Danny Albrecht, Daniel Breves und Damian Schneider fallen gleich vier Leistungsträger verletzt aus, und in Sebastian Schröder (Duisburg) sowie Nick Rabe und Marco Hellweg (beide Krefeld) haben drei weitere gestandene Spieler die Rockets jüngst verlassen.
 
„Personell sind die Reihen schon sehr ausgedünnt, und wir werden mal schauen, ob wir noch den einen oder anderen Spieler aus unserer zweiten Mannschaft hochziehen. Das aber entscheiden wir erst kurzfristig“, so Thomas Böttcher, der die Duelle mit Köln und Kaarst als „wegweisend“ bezeichnet.
 
Denn obwohl noch nicht einmal ganz die Hinserie der 1. Bundesliga absolviert ist, geht es für die Raketen schon jetzt darum, eine möglichst gute Qualifikations-Platzierung für den Start in die Playoffs zu erzielen. Zurzeit liegen die Essener auf Rang zwei, doch da sie bisher zwei Partien weniger ausgetragen haben als Spitzenreiter Krefeld, können sie noch aus eigener Kraft nach ganz oben springen. Zudem würden sie im Falle von zwei weiteren Erfolgen die derzeit dritt- und viertplatzierten Widersacher aus Köln und Kaarst noch weiter auf Distanz halten.
 
„Wir haben in den vergangenen Wochen einen richtig starken Lauf hingelegt, allerdings haben wir bisher auch erst einmal gegen eine der anderen Spitzenmannschaften gespielt. Nun wird sich zeigen, in welche Richtung es für uns in der Liga geht“, unterstreicht auch Rockets-Trainer Frank Petrozza und äußert sich damit ähnlich wie sein Vorsitzender Thomas Böttcher.
 
Allzu weit nach vorne blicken möchte der Coach jedoch nicht: „Wir haben es in der Vergangenheit so gehalten, dass wir nur von Spiel zu Spiel schauen, um die nötige Konzentration aufrecht zu erhalten. Und da wir damit gut gefahren sind, sollten wir das auch so beibehalten.“
 
Das aber wollen die Kölner und Kaarster naturgemäß verhindern. „Das werden ganz enge Spiele, in denen die Kleinigkeiten und wohl vor allem die Tagesform den Ausschlag geben“, meint Petrozza, der von seinem Team Disziplin einfordert. Denn gerade in den Spitzenspielen entscheiden häufig die jeweiligen Strafzeiten über Sieg und Niederlage.
 
Doch sollten die Raketen an ihre jüngsten Leistungen anknüpfen, dann muss ihnen auch vor dem amtierenden Europacup-Sieger aus Köln und dem Deutschen Meister aus Kaarst nicht Angst und Bange sein.
 
 

ISHD Pokal: Rockets mit mini Aufgebot

Zum Achtelfinale des ISHD-Pokals treten die Erstliga-Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets an diesem Sonntag (18.30 Uhr) bei den klassentieferen Oberhausen Miners II an. Doch obwohl die Essener mit dem Triumph beim Europapokal der Pokalsieger klar in der Favoritenrolle sind, warnt der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher davor, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen.
 
„Wir haben zuletzt fünf Bundesliga-Partien in Folge und den Europapokal gewonnen. Natürlich wollen wir mit einem weiteren Sieg in Oberhausen nun das Viertelfinale des nationalen Cup-Wettbewerbs erreichen, aber auch dafür müssen wir eine sehr ordentliche Leistung abrufen“, so der Skater-Boss. Denn aufgrund von Verletzungen, Spielerwechseln und Sperren fehlen den Rockets gleich sieben, acht Akteure.
 
Vor einer nochmals höheren Hürde als die erste Mannschaft der Raketen steht die vereinseigene Zweite. Das Regionalliga-Team der Essener empfängt im Pokal-Achtelfinale ebenfalls am Sonntag (18 Uhr, Raumerstraße) den Erstligisten Commanders Velbert. CriS

 

Rockets rocken Europa!

von Christian Schwarz

Essener Bundesligist gewinnt in Österreich zum vierten Mal in Folge den Europacup der Pokalsieger und schafft damit etwas Historisches  
 
Das gab’s noch nie: Die Wohnbau Rockets haben den Europapokal der Pokalsieger nun schon zum vierten Mal in Folge gewonnen. 

Die Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets haben mit dem Triumph beim Europapokal der Pokalsieger im österreichischen Ternitz wieder einmal für ein Novum in ihrer Sportart gesorgt. Denn als bisher erste Mannschaft haben die Essener einen kontinentalen Wettbewerb zum vierten Mal in Serie gewonnen!
 
„Die Jungs sind einfach irre – irre gut“, jubelte der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher im Anschluss an das Finale, in dem die Raketen den Schweizer Vertreter IHC Rothrist souverän mit 7:3 bezwungen hatten. „Über die gesamte Dauer des Turniers waren wir die überlegene Mannschaft, so dass der Sieg vollkommen gerecht ist.“
 
In der Tat dominierten die Rockets das Feld der zwölf Mannschaften aus fünf Nationen vom ersten Bully an. Mit vier Siegen, nur einem Unentschieden und einer Bilanz von 35:5 Toren spazierten die Essener förmlich durch die Vorrunde, ehe sie im Viertelfinale gegen Gentofte Rungsted aus Dänemark zum ersten und im Grunde genommen auch einzigen Male ein paar Probleme hatten. Denn zur Pause lagen die Rockets mit 0:1 zurück, ehe sie dann den Turbo zündeten und mit einem 6:3 in die Vorschlussrunde einzogen.
 
In einer Neuauflage des Vorrunden-Duells mit dem TV Augsburg setzte sich der SHC im Semifinale mit 7:3 durch und erreichte so das Endspiel gegen Rothrist. „Dort hat das Team dann trotz des kräftezehrenden Programms mit acht Begegnungen an zwei Tagen noch einmal alles aus sich herausgeholt“, berichtete Böttcher, der den finalen Kampf um die Krone als Service für die daheimgebliebenen Fans live auf Facebook streamte.
 Zielstrebig in Richtung Titelgewinn
Und so sahen auch die nicht mitgereisten Anhänger, wie die Rockets im ersten Drittel des Endspiels mit 1:0 führten, ehe sie im zweiten Abschnitt mit vier Treffern binnen vier Minuten die Weichen endgültig auf Sieg stellten und nach einem 6:2-Vorsprung dann relativ entspannt ihrem vierten Coup in Serie beim Europapokal der Pokalsieger entgegenrollten.
 
Doch nicht nur als Mannschaft, sondern auch ganz individuell ragten die Rockets beim Europacup heraus. In Dominik Luft (6 Tore/15 Vorlagen), Fabian Lenz (18/2) und Marcel Brandt (13/7) stellten die Essener die drei besten Scorer der gesamten Wettkämpfe, zudem wurden Lenz und Brandt in das Allstar-Team des Turniers gewählt.
 
„Besser hätte der Europapokal aus unserer Sicht natürlich kaum laufen können, gerade wenn man bedenkt, dass uns verletzungsbedingt einige Spieler gefehlt haben. Aber dafür haben Fabian Lenz und auch Sebastian Schneider, die ja erst in der Vorwoche aus Oberhausen zu uns gewechselt sind, sensationell eingeschlagen“, befand Thomas Böttcher, der den historischen Erfolg mit dem Teams vor der Rückfahrt erst einmal rund zwei Stunden lang in der Umkleidekabine feierte.

Dabei dürften die Raketen auch schon einmal auf den Europapokal der Pokalsieger 2019 angestoßen haben. Denn für die Titelkämpfe im kommenden Jahr haben sich die Essener als Triumphator 2018 bereits qualifiziert.