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1. Play Off: Rockets unter Wert geschlagen!

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Skaterhockey Playoffs. Im Kampf um die Deutsche Meisterschaft sind die dezimierten Essener in Köln lange Zeit das bessere Team, unterliegen aber mit 3:9  
von Christian Schwarz
 

HC Köln-West Rheinos – SHC Wohnbau Rockets 9:3 
Drittel: 2:1, 1:2, 6:0. Rockets-Tore: Rabe (2), L. Wegener. Strafminuten: Köln: 12+10 (Marke) – Essen: 8.
 
Die Bundesliga-Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets haben das erste Playoff-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft bei den HC Köln-West Rheinos mit 3:9 verloren. Vom Ergebnis war’s eine klare Geschichte, doch nur selten hat ein Resultat den Spielverlauf so unzureichend gespiegelt wie diesmal.
 
Auch die Kölner gestanden im Anschluss an die Partie ein, dass die Raketen „in den ersten beiden Dritteln die bessere Mannschaft“ waren. Und das, obwohl der SHC am späten Abend aufgrund von Verletzungen sowie privater und beruflicher Verhinderungen mit nur neun Feldspielern angetreten war. „Eigentlich viel zu wenige Spieler für eine Begegnung, in der man über 60 Minuten Vollgas gehen muss“, meinte der Rockets-Vorsitzende Thomas Böttcher.
 
Kurios wurde es dazu schon vor dem ersten Bully. Denn der Hallenboden in Köln war wegen eines vorausgegangenen Handball-Spiels stellenweise verharzt. Und die klebrigen Rückstände hätten die Austragung des Playoff-Auftaktes fast verhindert. Denn ans Inlinerfahren war erst zu denken, nachdem die Kölner den Boden entsprechend gereinigt hatten. Daher dauerte es fast bis 20.30 Uhr, ehe es losgehen konnte.
 Im letzten Drittel fehlte die Kraft 
Mit ihrem Mini-Aufgebot erwischten die Rockets den favorisierten Widersacher dann zunächst auf dem falschen Fuß. Und bis kurz vor dem Ende des zweiten Drittels lagen die Essener sogar mit 3:2 in Führung. „Wer weiß, was passiert wäre, wenn wir in dieser Situation einen Penalty bekommen hätten, den es eigentlich ganz klar hätte geben müssen“, meinte Böttcher.
 
So aber glichen die Kölner kurz vor der Schlusssirene des zweiten Abschnitts aus, und in den finalen 20 Minuten schwanden den wackeren Essenern zusehends die Kräfte. „Die Jungs haben wirklich super gekämpft und ein richtig gutes Spiel gezeigt. Das nackte Ergebnis lässt das zwar nicht erahnen, aber auf dieser Leistung können wir aufbauen“, sagte Böttcher.
 
Neben dem Kräfteverschleiß kam noch hinzu, dass Abwehrmann Daniel Breves nach einem Schlag auf die Hand nicht weiterspielen konnte. Zuvor hatte sich der Rockets-Kapitän einmal mehr als Fels in der Essener Verteidigung erwiesen, der den Kölner Stürmern ein ums andere Mal Einhalt geboten hatte.
 
„Hinten heraus waren wir dann einfach platt, und die Kölner haben ihre Chancen effektiv genutzt. Daher ist das Ergebnis auch so klar ausgefallen“, sagte Böttcher, der sich mit dem Team nun auf das zweite Spiel der Serie am 28. Oktober (18 Uhr, Raumerstraße) vorbereitet. „Wir haben jetzt eine Partie der Best-of-three-Serie verloren, aber noch haben wir alle Möglichkeiten, das Ding zu drehen“, so der Skater-Boss, der angesichts der unglücklichen Terminierung des Playoff-Auftaktes natürlich etwas angesäuert war.