Unsere Sponsoren und Partner

Rockets schießen an die Spitze!

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

 

von Christian Schwarz

Mit einem 13:5-Heimtriumph gegen die Highlander aus Lüdenscheid wurde im „Eisschrank“ die Tabellenführung übernommen

SHC Wohnbau Rockets -Highlander Lüdenscheid 13:5 
Drittel: 4:1, 4:1, 5:3. Rockets-Tore: Albrecht (3), Barta (2), Pakmor (2), Porsch (2), Rabe (2), F. Breves, Schröder. Strafminuten: Essen: 10. – Lüdenscheid: 12
 
Die Bundesliga-Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets sind erstmals seit Jahren mit zwei Siegen in eine neue Saison gestartet. Dem 11:4 bei den Duisburger Ducks ließen die Essener mit einem 13:5-Triumph zur Heimpremiere gegen die Highlanders Lüdenscheid eine dicke Überraschung folgen.
 
„Mit einem so erfolgreichen Auftakt, aber vor allem einer so starken Leistung wie gegen Lüdenscheid, haben wir selbst nicht gerechnet. Die Jungs haben vor allem in den ersten beiden Dritteln einen sensationellen Auftritt hingelegt und den Highlandern klar die Grenzen aufgezeigt“, befand der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher, der mit der Schlusssirene einen schallenden Jubel ausstieß.
 
Noch vor Wochenfrist hatte auf Seiten der Essener Frust statt Freude geherrscht, da die Vorbereitung wegen der Minusgrade in der Skaterhalle an der Raumerstraße fast komplett ausgefallen war. Dazu sorgten Verletzungen für einen ausgedünnten Kader. Doch wie schon in Duisburg überzeugten die Raketen auch gegen Lüdenscheid vor allem als Team. Und dieser geschlossenen Einheit hatten die klar favorisierten Gäste trotz ihres herausragenden Kaders kaum etwas entgegenzusetzen. Schon nach dem zweiten Drittel war die Partie beim Stand von 8:2 für den SHC entschieden.
 
„Für die Lüdenscheider zählt in diesem Jahr nur der Titel. Das haben sie mit ihrem 15:2-Erfolg zum Auftakt gegen Vizemeister Iserlohn eindrucksvoll bewiesen. Umso erstaunlicher und überraschender ist unser Spiel gegen sie zu sehen“, frohlocke Böttcher, der keinen seiner Akteure besonders hervorheben wollte, „da das Ergebnis das Resultat einer Super-Mannschaftsleistung“ gewesen sei. Und hätte Nationaltorhüter Jonas Mohr im Kasten der Gäste nicht so stark gehalten, hätten sich die Highlanders auch nicht über 20 oder mehr Gegentreffer beschweren können.
 
In Gefahr geriet der Sieg der Raketen gegen die Highlander im Grunde genommen nur vor der Partie. Denn wegen des neuerlich kalten Wetters erwies sich die nicht isolierte und unbeheizte Skaterhalle einmal mehr als wahrer Eisschrank. „Bei solchen Temperaturen platzen die Hartplastikbälle, mit denen wir spielen, auf. Dazu ist durch die Lüftung im Dach Schnee hineingeweht, der auf dem Boden gefroren ist. Und zu allem Überfluss vergrößern sich bei den Minusgraden auch die Ritzen zwischen den Bodenplatten. Auch das erhöht das Risiko für Verletzungen noch einmal sehr“, berichtet Böttcher. Doch die Schiedsrichter entschieden sich letztlich dazu, die Begegnung anzupfeifen.
 
„Wäre es nach uns gegangen, hätten wir die Partie bereits im Vorfeld abgesagt“, unterstreicht Thomas Böttcher. Doch im Nachhinein waren die Essener natürlich froh und stolz auf ihren Coup, der sie zunächst an die Spitze der Liga katapultierte.
 
„Da möchten wir natürlich gerne bleiben“, so der Skater-Boss, der mit den Raketen jedoch nicht abheben, sondern Bodenhaftung bewahren möchte. Denn nur so sei eine Fortsetzung der Erfolgsserie am kommenden Samstag (18 Uhr) im Heimspiel gegen die Düsseldorfer Rams möglich.