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Bundesligateam

Rockets wollen den ersten Erfolg der Oberhausen Miners verhindern

 Zum Revier-Derby der Skaterhockey-Bundesliga empfangen die SHC Wohnbau Rockets an diesem Samstag (18 Uhr, Raumerstraße) die Oberhausen Miners. Während die Essener mit sieben Punkten aus den ersten drei Partien der Saison einen verheißungsvollen Start hingelegt haben, warten die Oberhausener nach bisher zwei Niederlagen noch immer auf den ersten Zähler.
 
„Die Oberhausener haben sich ihren Saisonstart sicherlich ein bisschen anders vorgestellt“, meint der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher, der trotz der mageren Bilanz des Widersachers eindringlich vor dem Ruhrrivalen warnt. Denn der letztjährige DM-Halbfinalist, der am späteren Meister Kaarst scheiterte, verfüge über einen starken Kader und würde sich im Laufe dieser Spielzeit „noch gewaltig steigern“.
 
Rein sportlich geht es in dem Nachbarschafts-Duell für die Raketen also darum, an den vorderen Tabellenplätzen dranzubleiben und für die Miners, den ersten Erfolg einzufahren. Doch die Begegnung birgt zugleich auch eine Menge persönliche und personelle Brisanz. So gibt es für den SHC ein Wiedersehen mit vielen ehemaligen Spielern wie Denis Nimako, Benni Hüsken, Stefan Dreyer, Phil Janßen und Marvin Storb. Auf der anderen Seite schnallten die Essener Pierre Klein, Christian Nieberle, Dominik Luft und Alexander Weiß – wenn auch nur für eine Saison – bereits für Oberhausen die Inliner unter.
 
„Ein Revier-Derby ist natürlich immer etwas Besonderes. Das gilt umso mehr, wenn es so viele personelle Verquickungen und Überschneidungen wie bei den Miners und uns gibt“, sagt Thomas Böttcher, der darauf gespannt ist, wie gut seine Mannschaft die rund vierwöchige Spielpause verkraftet hat. Zwar haben die Raketen am vergangenen Wochenende die zweite Runde des nationalen Pokal-Wettbewerbs absolviert, doch das 26:2 gegen den Regionalligisten Badgers Spaichingen war letztlich kaum mehr als eine Übungseinheit im Pflichtspielgewand.
 
Doch sollten die Rockets an ihre teils starken Leistungen aus den ersten drei Partien der Saison anknüpfen, dann stehen die Chancen gut, dass sie auch im Derby gegen die Miners die Oberhand behalten.

 

Marcel Brandt rettete den Rockets einen Punkt

von Christian Schwarz
 
Marcel Brandt rettete den Rockets einen Punkt

SHC Wohnbau Rockets -Düsseldorf Rams 6:7 n.P. 
Drittel: 2:3, 0:2, 4:1, 0:1. Rockets-Tore: Brandt (3), Rabe, Schröder, L. Wegener. Strafminuten: Essen: 12. – Düsseldorf: 12
 
Die Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets haben im dritten Spiel der noch jungen Saison die erste Niederlage kassiert. Enger als beim 6:7 nach Penaltyschießen gegen die Düsseldorf Rams geht es nun wahrlich kaum. Erst nach dem insgesamt 32. Schützen beider Teams durften die Gäste jubeln.
 
„Natürlich hätten wir gerne den dritten Sieg in Serie eingefahren. Allerdings können wir mit sieben Punkten aus den ersten drei Begegnungen mehr als zufrieden sein, denn mit so einer Ausbeute haben wir nach unserer im Grunde genommen ausgefallenen Vorbereitung nicht gerechnet“, erklärte der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher nach dem sportlichen Thriller.
 
Zu Beginn hatte allerdings vieles auf einen neuerlichen Triumph der Raketen hingedeutet, denn schon nach 46 Sekunden brachte Lars Wegener die Hausherren mit 1:0 in Führung, und Nick Rabe erhöhte schon bald hernach auf 2:0 (5.). Doch der perfekte Start bekam den Essenern letztlich nicht sonderlich gut. „Der ein oder andere hat nach dem furiosen Anfang vielleicht schon ein bisschen zurückgeschaltet“, befand Thomas Böttcher.
 
So gerieten die Rockets nach dem frühen Vorsprung zunächst für lange Zeit aus der Spur. Und Düsseldorf nutzte diese außergewöhnliche Schwächephase der Gastgeber, um den eigenen 0:2-Rückstand in eine 5:2-Führung nach dem zweiten Drittel zu verwandeln. „Wir haben zwischen der fünften und der 46. Minute kein einziges Tor erzielt. Ich weiß gar nicht, ob das in einem Heimspiel überhaupt schon einmal vorgekommen ist“, sinnierte Böttcher.
 
Doch als die Partie schon fast verloren schien, zündeten die Raketen noch einmal neu. Sebastian Schröder und Marcel Brandt brachten den SHC auf 4:5 heran, ehe Düsseldorf mit dem 6:4 konterte. Damit aber wollte sich vor allem Marcel Brandt nicht abfinden. Der letztjährige Eishockey-Nationalspieler hatte am Vorabend noch mit Bad Nauheim ein Zweitliga-Play -off-Spiel in Kaufbeuren absolviert und drehte nun im Trikot der Rockets auf. Mit zwei weiteren Treffern besorgte Brandt quasi im Alleingang das 6:6.

 

Rockets schießen an die Spitze!

 

von Christian Schwarz

Mit einem 13:5-Heimtriumph gegen die Highlander aus Lüdenscheid wurde im „Eisschrank“ die Tabellenführung übernommen

SHC Wohnbau Rockets -Highlander Lüdenscheid 13:5 
Drittel: 4:1, 4:1, 5:3. Rockets-Tore: Albrecht (3), Barta (2), Pakmor (2), Porsch (2), Rabe (2), F. Breves, Schröder. Strafminuten: Essen: 10. – Lüdenscheid: 12
 
Die Bundesliga-Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets sind erstmals seit Jahren mit zwei Siegen in eine neue Saison gestartet. Dem 11:4 bei den Duisburger Ducks ließen die Essener mit einem 13:5-Triumph zur Heimpremiere gegen die Highlanders Lüdenscheid eine dicke Überraschung folgen.
 
„Mit einem so erfolgreichen Auftakt, aber vor allem einer so starken Leistung wie gegen Lüdenscheid, haben wir selbst nicht gerechnet. Die Jungs haben vor allem in den ersten beiden Dritteln einen sensationellen Auftritt hingelegt und den Highlandern klar die Grenzen aufgezeigt“, befand der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher, der mit der Schlusssirene einen schallenden Jubel ausstieß.
 
Noch vor Wochenfrist hatte auf Seiten der Essener Frust statt Freude geherrscht, da die Vorbereitung wegen der Minusgrade in der Skaterhalle an der Raumerstraße fast komplett ausgefallen war. Dazu sorgten Verletzungen für einen ausgedünnten Kader. Doch wie schon in Duisburg überzeugten die Raketen auch gegen Lüdenscheid vor allem als Team. Und dieser geschlossenen Einheit hatten die klar favorisierten Gäste trotz ihres herausragenden Kaders kaum etwas entgegenzusetzen. Schon nach dem zweiten Drittel war die Partie beim Stand von 8:2 für den SHC entschieden.
 
„Für die Lüdenscheider zählt in diesem Jahr nur der Titel. Das haben sie mit ihrem 15:2-Erfolg zum Auftakt gegen Vizemeister Iserlohn eindrucksvoll bewiesen. Umso erstaunlicher und überraschender ist unser Spiel gegen sie zu sehen“, frohlocke Böttcher, der keinen seiner Akteure besonders hervorheben wollte, „da das Ergebnis das Resultat einer Super-Mannschaftsleistung“ gewesen sei. Und hätte Nationaltorhüter Jonas Mohr im Kasten der Gäste nicht so stark gehalten, hätten sich die Highlanders auch nicht über 20 oder mehr Gegentreffer beschweren können.
 
In Gefahr geriet der Sieg der Raketen gegen die Highlander im Grunde genommen nur vor der Partie. Denn wegen des neuerlich kalten Wetters erwies sich die nicht isolierte und unbeheizte Skaterhalle einmal mehr als wahrer Eisschrank. „Bei solchen Temperaturen platzen die Hartplastikbälle, mit denen wir spielen, auf. Dazu ist durch die Lüftung im Dach Schnee hineingeweht, der auf dem Boden gefroren ist. Und zu allem Überfluss vergrößern sich bei den Minusgraden auch die Ritzen zwischen den Bodenplatten. Auch das erhöht das Risiko für Verletzungen noch einmal sehr“, berichtet Böttcher. Doch die Schiedsrichter entschieden sich letztlich dazu, die Begegnung anzupfeifen.
 
„Wäre es nach uns gegangen, hätten wir die Partie bereits im Vorfeld abgesagt“, unterstreicht Thomas Böttcher. Doch im Nachhinein waren die Essener natürlich froh und stolz auf ihren Coup, der sie zunächst an die Spitze der Liga katapultierte.
 
„Da möchten wir natürlich gerne bleiben“, so der Skater-Boss, der mit den Raketen jedoch nicht abheben, sondern Bodenhaftung bewahren möchte. Denn nur so sei eine Fortsetzung der Erfolgsserie am kommenden Samstag (18 Uhr) im Heimspiel gegen die Düsseldorfer Rams möglich.

 

1. Bundesliga: Der Trophäen-Jäger ist noch fraglich!

 

Seit Frank Petrozza die Rockets trainiert, sammeln die Essener Titel en masse. Sein Hauptberuf in Duisburg macht die Lage ungewiss 
 
von Christian Schwarz
  
Rein sportlich gesehen befinden sich die Erstliga-Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets zurzeit in der Pause. Spielbetrieb und Training ruhen. Doch wer die Raketen im Winterschlaf oder Standby-Modus wähnt, liegt ziemlich daneben. Denn diesseits der Bande herrscht geschäftiges Treiben. So basteln die Essener eifrig am Team für die nächste Saison, und den Vertrag mit dem namensgebenden und wirtschaftlich wichtigsten Partner haben sie jüngst um zwei weitere Jahre verlängert.
 
„Alles bestens“, könnte man meinen, wäre da nicht die Trainerfrage. Denn trotz eines laufenden Kontraktes steht noch nicht fest, ob Erfolgs-Coach Frank Petrozza den SHC auch in Zukunft betreut.
 
Die Verbindung zwischen Petrozza und den Rockets gleicht einer sportlichen Liebesbeziehung. Seit der gebürtige Kanadier bei den Essener Hockeyskatern in der Verantwortung steht, hat der Klub stattliche acht große nationale und internationale Titel geholt. 2016 sorgten die Raketen sogar für ein Novum: als erste europäische Mannschaft überhaupt gewannen sie binnen eines Jahres die Deutsche Meisterschaft, den Deutschen Pokal-Wettbewerb sowie den Europapokal der Pokalsieger und den Herren-Europacup.
 
„Auch wenn das abgelaufene Jahr nicht ganz so optimal verlaufen ist wie 2016, haben wir insgesamt eine wirklich starke Saison gespielt“, sagt der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher rückblickend. Denn schon zum dritten Mal in Serie triumphierten die Rockets im kontinentalen Cupsieger-Wettbewerb, beim Herren-Europacup belegten sie den dritten Platz, und im nationalen Pokalwettbewerb mussten sie sich erst im Finale ganz knapp mit 6:7 den Samurai Iserlohn beugen. „Einzig in der Meisterschaft ist es mit dem Aus im Playoff-Viertelfinale nicht ganz wie erhofft gelaufen“, bilanziert Thomas Böttcher.
 
Am sportlichen Abschneiden oder am Verein, so Böttcher, liege es daher „ganz sicher nicht“, dass Frank Petrozza den Klub verlassen könnte. Verantwortlich dafür sind berufliche Gründe. So ist der hauptamtliche Eishockey-Trainer und Sportliche Leiter auf eigenen Wunsch hin innerhalb der Oberliga von Herne nach Duisburg gewechselt. „Und wir müssen nun erst einmal abwarten, ob sich sein Einsatz in Duisburg und bei uns wie bisher vereinbaren lässt“, erklärt Böttcher.
 
In die bisherigen Planungen der Raketen ist Frank Petrozza aber natürlich eingebunden. „Wir legen enormen Wert darauf, dass die Mentalität der Mannschaft stimmt. Im Gegensatz zu einigen anderen Vereinen gibt es bei uns nichts zu verdienen, sodass wir vielleicht nicht die besten Individualisten in unseren Reihen haben werden, daher setzen wir auf Teamgeist, Disziplin und ein ausgeprägtes Miteinander“, erklärt Thomas Böttcher.
 
Finanziell können die Rockets zwar nicht mit der Konkurrenz mithalten, doch einen wichtigen und die Zukunft sichernden Schritt bedeutet die Vertragsverlängerung mit der Wohnbau eG. Schon seit 14 Jahren ist das Essener Unternehmen bei den Hockeyskatern engagiert, 16 werden es nach Ablauf der neuen Vereinbarung sein.
 
„Wir sind der Wohnbau eG für die bisherige und künftige Zusammenarbeit sehr dankbar. Die Beziehung, die wir miteinander über die Jahre auf- und ausgebaut haben, ist schon etwas sehr Besonderes“, so Thomas Böttcher. Doch der Skater-Boss verheimlicht nicht, dass der Klub „beim Kader und bei den Sponsoren noch einiges tun muss“ bis Saisonbeginn. Dieser ist Anfang März mit einem Derby in Duisburg. Und geht es nach den Wünschen der Raketen auch mit Frank Petrozza an der Essener Bande.