Wegweisende Spiele für Rockets

Skaterhockey Bundesliga. Die Partien gegen Europacupsieger Köln und den deutschen Meister Kaarst sind für die ersatzgeschwächten Essener sehr wichtig

 
Mit fünf Bundesliga-Siegen in Serie, dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger und dem Einzug in das nationale Cup-Viertelfinale haben die Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets zuletzt zum sportlichen Höhenflug angesetzt. Eine Fortsetzung im Heimspiel gegen die HC Köln-West Rheinos (Donnerstag, 18 Uhr, Raumerstraße) und auswärts bei den Crash Eagles Kaarst (Samstag, 17 Uhr) würde die Essener nun noch weiter nach oben tragen. Allerdings gehören die Widersacher zum Besten, was die Sportart zu bieten hat.
 
„Köln hat im vergangenen Jahr den Herren-Europacup gewonnen und Kaarst ist amtierender Deutscher Meister. Das werden zwei hammerharte Aufgaben“, sagt der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher, dem die personelle Situation der Raketen ein paar Sorgenfalten ins Gesicht zeichnet. Denn in Jan Barta, Danny Albrecht, Daniel Breves und Damian Schneider fallen gleich vier Leistungsträger verletzt aus, und in Sebastian Schröder (Duisburg) sowie Nick Rabe und Marco Hellweg (beide Krefeld) haben drei weitere gestandene Spieler die Rockets jüngst verlassen.
 
„Personell sind die Reihen schon sehr ausgedünnt, und wir werden mal schauen, ob wir noch den einen oder anderen Spieler aus unserer zweiten Mannschaft hochziehen. Das aber entscheiden wir erst kurzfristig“, so Thomas Böttcher, der die Duelle mit Köln und Kaarst als „wegweisend“ bezeichnet.
 
Denn obwohl noch nicht einmal ganz die Hinserie der 1. Bundesliga absolviert ist, geht es für die Raketen schon jetzt darum, eine möglichst gute Qualifikations-Platzierung für den Start in die Playoffs zu erzielen. Zurzeit liegen die Essener auf Rang zwei, doch da sie bisher zwei Partien weniger ausgetragen haben als Spitzenreiter Krefeld, können sie noch aus eigener Kraft nach ganz oben springen. Zudem würden sie im Falle von zwei weiteren Erfolgen die derzeit dritt- und viertplatzierten Widersacher aus Köln und Kaarst noch weiter auf Distanz halten.
 
„Wir haben in den vergangenen Wochen einen richtig starken Lauf hingelegt, allerdings haben wir bisher auch erst einmal gegen eine der anderen Spitzenmannschaften gespielt. Nun wird sich zeigen, in welche Richtung es für uns in der Liga geht“, unterstreicht auch Rockets-Trainer Frank Petrozza und äußert sich damit ähnlich wie sein Vorsitzender Thomas Böttcher.
 
Allzu weit nach vorne blicken möchte der Coach jedoch nicht: „Wir haben es in der Vergangenheit so gehalten, dass wir nur von Spiel zu Spiel schauen, um die nötige Konzentration aufrecht zu erhalten. Und da wir damit gut gefahren sind, sollten wir das auch so beibehalten.“
 
Das aber wollen die Kölner und Kaarster naturgemäß verhindern. „Das werden ganz enge Spiele, in denen die Kleinigkeiten und wohl vor allem die Tagesform den Ausschlag geben“, meint Petrozza, der von seinem Team Disziplin einfordert. Denn gerade in den Spitzenspielen entscheiden häufig die jeweiligen Strafzeiten über Sieg und Niederlage.
 
Doch sollten die Raketen an ihre jüngsten Leistungen anknüpfen, dann muss ihnen auch vor dem amtierenden Europacup-Sieger aus Köln und dem Deutschen Meister aus Kaarst nicht Angst und Bange sein.
 
 

ISHD Pokal: Rockets mit mini Aufgebot

Zum Achtelfinale des ISHD-Pokals treten die Erstliga-Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets an diesem Sonntag (18.30 Uhr) bei den klassentieferen Oberhausen Miners II an. Doch obwohl die Essener mit dem Triumph beim Europapokal der Pokalsieger klar in der Favoritenrolle sind, warnt der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher davor, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen.
 
„Wir haben zuletzt fünf Bundesliga-Partien in Folge und den Europapokal gewonnen. Natürlich wollen wir mit einem weiteren Sieg in Oberhausen nun das Viertelfinale des nationalen Cup-Wettbewerbs erreichen, aber auch dafür müssen wir eine sehr ordentliche Leistung abrufen“, so der Skater-Boss. Denn aufgrund von Verletzungen, Spielerwechseln und Sperren fehlen den Rockets gleich sieben, acht Akteure.
 
Vor einer nochmals höheren Hürde als die erste Mannschaft der Raketen steht die vereinseigene Zweite. Das Regionalliga-Team der Essener empfängt im Pokal-Achtelfinale ebenfalls am Sonntag (18 Uhr, Raumerstraße) den Erstligisten Commanders Velbert. CriS

 

Rockets rocken Europa!

von Christian Schwarz

Essener Bundesligist gewinnt in Österreich zum vierten Mal in Folge den Europacup der Pokalsieger und schafft damit etwas Historisches  
 
Das gab’s noch nie: Die Wohnbau Rockets haben den Europapokal der Pokalsieger nun schon zum vierten Mal in Folge gewonnen. 

Die Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets haben mit dem Triumph beim Europapokal der Pokalsieger im österreichischen Ternitz wieder einmal für ein Novum in ihrer Sportart gesorgt. Denn als bisher erste Mannschaft haben die Essener einen kontinentalen Wettbewerb zum vierten Mal in Serie gewonnen!
 
„Die Jungs sind einfach irre – irre gut“, jubelte der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher im Anschluss an das Finale, in dem die Raketen den Schweizer Vertreter IHC Rothrist souverän mit 7:3 bezwungen hatten. „Über die gesamte Dauer des Turniers waren wir die überlegene Mannschaft, so dass der Sieg vollkommen gerecht ist.“
 
In der Tat dominierten die Rockets das Feld der zwölf Mannschaften aus fünf Nationen vom ersten Bully an. Mit vier Siegen, nur einem Unentschieden und einer Bilanz von 35:5 Toren spazierten die Essener förmlich durch die Vorrunde, ehe sie im Viertelfinale gegen Gentofte Rungsted aus Dänemark zum ersten und im Grunde genommen auch einzigen Male ein paar Probleme hatten. Denn zur Pause lagen die Rockets mit 0:1 zurück, ehe sie dann den Turbo zündeten und mit einem 6:3 in die Vorschlussrunde einzogen.
 
In einer Neuauflage des Vorrunden-Duells mit dem TV Augsburg setzte sich der SHC im Semifinale mit 7:3 durch und erreichte so das Endspiel gegen Rothrist. „Dort hat das Team dann trotz des kräftezehrenden Programms mit acht Begegnungen an zwei Tagen noch einmal alles aus sich herausgeholt“, berichtete Böttcher, der den finalen Kampf um die Krone als Service für die daheimgebliebenen Fans live auf Facebook streamte.
 Zielstrebig in Richtung Titelgewinn
Und so sahen auch die nicht mitgereisten Anhänger, wie die Rockets im ersten Drittel des Endspiels mit 1:0 führten, ehe sie im zweiten Abschnitt mit vier Treffern binnen vier Minuten die Weichen endgültig auf Sieg stellten und nach einem 6:2-Vorsprung dann relativ entspannt ihrem vierten Coup in Serie beim Europapokal der Pokalsieger entgegenrollten.
 
Doch nicht nur als Mannschaft, sondern auch ganz individuell ragten die Rockets beim Europacup heraus. In Dominik Luft (6 Tore/15 Vorlagen), Fabian Lenz (18/2) und Marcel Brandt (13/7) stellten die Essener die drei besten Scorer der gesamten Wettkämpfe, zudem wurden Lenz und Brandt in das Allstar-Team des Turniers gewählt.
 
„Besser hätte der Europapokal aus unserer Sicht natürlich kaum laufen können, gerade wenn man bedenkt, dass uns verletzungsbedingt einige Spieler gefehlt haben. Aber dafür haben Fabian Lenz und auch Sebastian Schneider, die ja erst in der Vorwoche aus Oberhausen zu uns gewechselt sind, sensationell eingeschlagen“, befand Thomas Böttcher, der den historischen Erfolg mit dem Teams vor der Rückfahrt erst einmal rund zwei Stunden lang in der Umkleidekabine feierte.

Dabei dürften die Raketen auch schon einmal auf den Europapokal der Pokalsieger 2019 angestoßen haben. Denn für die Titelkämpfe im kommenden Jahr haben sich die Essener als Triumphator 2018 bereits qualifiziert.

 

Yesss: Europapokalsieger der Pokalsieger 2018

Europapokalsieger der Pokalsieger 2018!

Die Raketen habe es erneut geschafft! Ungeschlagen holen Sie das 4. mal hintereinander den Europapokal der Pokalsieger!

Sensationell! Wir gratulieren dem gesamten Team!

Ein ausführlicher Bericht folgt.

Torjäger Danny Albrecht fällt mit Jochbeinbruch monatelang aus!

 

Albrechts Verletzung überschattet Serie
 
Skaterhockey 1. Bundesliga. Torjäger der Rockets erleidet beim 8:4-Sieg in Köln Bruch des Jochbeinbogens und fällt Monate aus. Einen Tag später mühen sich die Essener zum 9:5-Heimsieg über Bissendorf 
v. Christian Schwarz
 
Schock für die Raketen: Torjäger Danny Albrecht fällt mit Jochbeinbruch monatelang aus!

 
Die Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets haben ihren Höhenflug fortgesetzt. Am Doppelspieltag der 1. Bundesliga feierten sie mit dem 8:3 im Spitzenspiel beim HC Köln-West und dem 9:5 gegen die Bissendorf Panther bereits die Siege Nummer vier und fünf in Serie. Überschattet wurden die Erfolge allerdings von einer schweren Verletzung. In Köln wurde Danny Albrecht von einem Schlagschuss im Gesicht getroffen und erlitt dabei einen Bruch des Jochbeinbogens.
 HC Köln-West -Wohnbau Rockets 4:8 
 Drittel: 1:3, 1:2, 1:3. Tore: 1:0 Esser (9.), 1:1 Schneider (14./Überzahl), 1:2 Marsall (14.), 1:3 Albrecht (16./ÜZ), 1:4 Schneider (28./ÜZ), 1:5 Schneider (34.), 2:5. Holzapfel (37.), 2:6 F. Breves (41./ÜZ), 3:6 Weisheit (44.), 3:7 Schneider (56./ÜZ), 3:8 Marsall (58.). Strafminuten: Köln: 20 + 10 (Esser). – Essen: 8. Zuschauer: 150.
 
„Insgesamt haben wir wohl eines unserer besten Spiele der vergangenen Jahre gemacht, aber das tritt angesichts der Verletzung von Danny natürlich in den Hintergrund“, kommentierte der spürbar erschütterte SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher, der gemeinsam mit Albrecht im Anschluss an die Partie noch eine Odyssee durch Essener Krankenhäuser erlebte.
 
Letztlich hatte der zuletzt so überragend aufgelegte Albrecht anscheinend sogar noch Glück im Unglück. „Laut Aussage des Arztes hätte Danny wohl ein Auge verloren, wenn ihn der Ball nur einen halben Zentimeter versetzt getroffen hätte“, so Böttcher. Nun werde der Routinier an diesem Montag operiert und dürfte danach für mehrere Monate ausfallen.
 
Zuvor hatten die mit nur neun Feldspielern und einem einzigen Torhüter angetretenen Rockets in Köln eine bärenstarke Vorstellung gegeben. „Eine taktische Meisterleistung“, befand Thomas Böttcher, dazu habe Torhüter Jakob Theis „quasi das Spiel seines Lebens gezeigt“.
 
Angesichts der arg angespannten personellen Lage und der schockierenden Verletzung von Albrecht sei „die Leistung der Mannschaft kaum in Worte zu fassen“, meinte Böttcher, der sein Team in höchsten Tönen lobte. „Die Jungs haben einen unfassbaren Spirit an den Tag gelegt und sind über ihre eigentlichen Grenzen hinausgegangen. Das war allererste Sahne“, so Böttcher. SHC Rockets – Bissendorf Panther 9:5 (2:3, 2:1, 5:1). Rockets-Tore: D. Breves (4), Weiß (2),F. Breves, Schneider, Pakmor. Strafminuten: Essen: 2. – Bissendorf: 8 + 10.Deutlich mehr Mühe als gegen Köln hatten die Raketen beim 9:5-Erfolg über die Bissendorf Panther. Erst durch einen Kraftakt im letzten Drittel sowie drei Treffern in den letzten drei Minuten schossen sie einen zumindest vom Ergebnis her klaren Sieg heraus.
 
Bis in die Schlussphase mussten die heimischen Fans um den fünften Erfolg in Serie bangen. Denn den Hausherren steckte noch die anstrengende Partie vom Vortag in den Knochen, außerdem schien es auch so, als hätten sie noch die schwere Verletzung von Danny Albrecht in den Köpfen.
 
Einen 0:3-Rückstand (13.) aus dem ersten Drittel glichen die Raketen dann zwar im zweiten Abschnitt aus, doch zu Beginn des Schlussdurchgangs gerieten sie beim 4:5 (43.) noch mal ins Hintertreffen. Zwar sorgten Alexander Weiß und Daniel Breves dann für eine 6:5-Führung, doch erst nach einem verwandelten Penalty von Florian Breves (58.) sowie Toren von Damian Schneider (59.) und Lennart Pakmor (60.) war diese umkämpfte Partie entschieden.