1. Bundesliga: Der Trophäen-Jäger ist noch fraglich!

 

Seit Frank Petrozza die Rockets trainiert, sammeln die Essener Titel en masse. Sein Hauptberuf in Duisburg macht die Lage ungewiss 
 
von Christian Schwarz
  
Rein sportlich gesehen befinden sich die Erstliga-Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets zurzeit in der Pause. Spielbetrieb und Training ruhen. Doch wer die Raketen im Winterschlaf oder Standby-Modus wähnt, liegt ziemlich daneben. Denn diesseits der Bande herrscht geschäftiges Treiben. So basteln die Essener eifrig am Team für die nächste Saison, und den Vertrag mit dem namensgebenden und wirtschaftlich wichtigsten Partner haben sie jüngst um zwei weitere Jahre verlängert.
 
„Alles bestens“, könnte man meinen, wäre da nicht die Trainerfrage. Denn trotz eines laufenden Kontraktes steht noch nicht fest, ob Erfolgs-Coach Frank Petrozza den SHC auch in Zukunft betreut.
 
Die Verbindung zwischen Petrozza und den Rockets gleicht einer sportlichen Liebesbeziehung. Seit der gebürtige Kanadier bei den Essener Hockeyskatern in der Verantwortung steht, hat der Klub stattliche acht große nationale und internationale Titel geholt. 2016 sorgten die Raketen sogar für ein Novum: als erste europäische Mannschaft überhaupt gewannen sie binnen eines Jahres die Deutsche Meisterschaft, den Deutschen Pokal-Wettbewerb sowie den Europapokal der Pokalsieger und den Herren-Europacup.
 
„Auch wenn das abgelaufene Jahr nicht ganz so optimal verlaufen ist wie 2016, haben wir insgesamt eine wirklich starke Saison gespielt“, sagt der SHC-Vorsitzende Thomas Böttcher rückblickend. Denn schon zum dritten Mal in Serie triumphierten die Rockets im kontinentalen Cupsieger-Wettbewerb, beim Herren-Europacup belegten sie den dritten Platz, und im nationalen Pokalwettbewerb mussten sie sich erst im Finale ganz knapp mit 6:7 den Samurai Iserlohn beugen. „Einzig in der Meisterschaft ist es mit dem Aus im Playoff-Viertelfinale nicht ganz wie erhofft gelaufen“, bilanziert Thomas Böttcher.
 
Am sportlichen Abschneiden oder am Verein, so Böttcher, liege es daher „ganz sicher nicht“, dass Frank Petrozza den Klub verlassen könnte. Verantwortlich dafür sind berufliche Gründe. So ist der hauptamtliche Eishockey-Trainer und Sportliche Leiter auf eigenen Wunsch hin innerhalb der Oberliga von Herne nach Duisburg gewechselt. „Und wir müssen nun erst einmal abwarten, ob sich sein Einsatz in Duisburg und bei uns wie bisher vereinbaren lässt“, erklärt Böttcher.
 
In die bisherigen Planungen der Raketen ist Frank Petrozza aber natürlich eingebunden. „Wir legen enormen Wert darauf, dass die Mentalität der Mannschaft stimmt. Im Gegensatz zu einigen anderen Vereinen gibt es bei uns nichts zu verdienen, sodass wir vielleicht nicht die besten Individualisten in unseren Reihen haben werden, daher setzen wir auf Teamgeist, Disziplin und ein ausgeprägtes Miteinander“, erklärt Thomas Böttcher.
 
Finanziell können die Rockets zwar nicht mit der Konkurrenz mithalten, doch einen wichtigen und die Zukunft sichernden Schritt bedeutet die Vertragsverlängerung mit der Wohnbau eG. Schon seit 14 Jahren ist das Essener Unternehmen bei den Hockeyskatern engagiert, 16 werden es nach Ablauf der neuen Vereinbarung sein.
 
„Wir sind der Wohnbau eG für die bisherige und künftige Zusammenarbeit sehr dankbar. Die Beziehung, die wir miteinander über die Jahre auf- und ausgebaut haben, ist schon etwas sehr Besonderes“, so Thomas Böttcher. Doch der Skater-Boss verheimlicht nicht, dass der Klub „beim Kader und bei den Sponsoren noch einiges tun muss“ bis Saisonbeginn. Dieser ist Anfang März mit einem Derby in Duisburg. Und geht es nach den Wünschen der Raketen auch mit Frank Petrozza an der Essener Bande.

 

Alles Gute für 2018!

Liebe Raketen,

das 33ste Raketen – Jahr neigt sich dem Ende!

Daher ist es an der Zeit Danke zu sagen:
 
Vielen Dank für dieses tolle Jahr, in dem wir erneut einen internationalen Titel gewinnen konnten!
Vielen Dank für die angenehme und konstruktive Zusammenarbeit!
Vielen Dank allen Förderern und ehrenamtlichen Mitarbeitern!
Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen!
 
Auch das kommende Jahr wird spannend!
 
Wir wünschen Euch schöne WEIHNACHTSTAGE und einem guten Start in das Neue JAHR!

Bleibt oder werdet gesund, wir freuen uns gemeinsam mit Euch auf die nächste Saison!
 
Euer Thomas Böttcher

Für das Bundesligateam der Rockets ist die Saison zu ende.

Für die Mannschaft von Frank Petrozza ist die Saison beendet.

Nach großartigem Kampf kam das Aus im Play Off Viertelfinale gegen die Rheinos aus Köln nach Verlängerung mit 10-12!

Die Skater der SHC Wohnbau Rockets sind im Playoff Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft am amtierenden Europacup Sieger HC Köln West gescheitert.

Nach dem 3-9 im ersten Spiel der Serie war das die 2. Niederlage, so dass der SHC in der Addition mit 0-2 verlor.

"Es war spannend, es war dramatisch und es war ein Kampf auf höchstem Niveau. Sicherlich waren die Kölner am Ende das etwas glücklichere Team", erklärte der 1. Vorsitzende der SHC Wohnbau Rockets. Natürlich waren die Essener nach zuletzt zwei Meisterschaften in Serie enttäuscht, dass sie das Triple verpassten, doch Böttcher lobte das starke Spiel und die Moral seines Teams. Auch von den Fans, in der wieder einmal gut gefüllten Skaterhalle an der Raumer Str., gab es ausschließlich warme und wohlwollende Worte -raus mit Applaus-, könnte man sagen.

Zuvor hatte Böttcher für den zweiten Vergleich mit den Kölnern" ein Spiel der Superlative" erwartet, er wurde wahrlich nicht enttäuscht. Auf der einen Seite die Rockets, die im vergangenen Jahr alle 4 großen nationalen und internationalen Titel geholt hatten. Auch in dieser Saison haben die Essener mit dem Europapokal der Pokalsieger wieder einen Cup gewonnen, dazu standen Sie im Finale des nationalen Pokalwettbewerbes und im Halbfinale des Europacups. Auf der anderen Seite die Kölner, jahrelang das Maß aller Dinge im deutschen Skaterhockey und aktueller Europacup Champion.

" Das Spiel war super intensiv, aber dennoch fair. Die Mannschaften schenkten sich nichts", sagte Böttcher, der zur Mitte des Duells noch vom Ausgleich der Viertelfinal- Serie träumen durfte. Denn bis zur 27. Minute hatten die Rockets den frühen 0-1 Rückstand(6.)in eine 3-1 Führung verwandelt. Dann aber waren die Kölner an der Reihe. Sie drehten das Spiel und das Ergebnis in eine 4-5 Führung(50.). Doch an Wendungen und Überraschungen mangelte es in dieser Begegnung nicht. So traf Essens Dominik Scharfenort in der 55. Minute zum 5-5 und bei einer 2minütigen Überzahl hatten die Raketen in der Schlussphase sogar die Chance die Partie in der regulären Zeit zu entscheiden. Doch der erlösende Treffer wollte einfach nicht fallen.

In der 2x 10 minütigen Verlängerung führte dann wiederum erst der SHC, dann lagen die Kölner wieder vorn und dann wieder die Rockets(69.). Das Spiel wogte hin und her, und sicher war nur, dass eben gar nichts sicher war. Dann aber netzten die Kölner binnen 75 Sekunden gleich viermal ein und zogen auf 8-11(76.) davon und schossen die Raketen somit aus dem Wettbewerb.

"Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles investiert", kommentierte Rockets Trainer im Anschluss an die Partie, die letztlich das Saisonende für die Essener bedeutete. Die Kölner dürfen indes weiterhin davon träumen, in diesem Jahr nach dem Europacup auch die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen.

Tore: Nick Rabe, Dominik Scharfenort, Lars Wegener je 2, Danny Albrecht, Marco Hellweg, Christian Nieberle und Sebastian Schröder je 1

2. Play Off Spiel: Raketen wollen die Saison noch nicht beenden!

Sieg im zweiten Viertelfinale gegen Köln ist Pflicht
 
v. Christian Schwarz
 

Jetzt gilt’s! Zum zweiten Playoff-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft empfangen die Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets an diesem Samstag (18 Uhr, Raumerstraße) die HC Köln-West Rheinos. „Do or die“, würde es im US-Sport heißen. Denn im Falle einer Niederlage wäre die Saison für die Essener beendet, doch bei einem Sieg dürften sie weiterhin vom dritten deutschen Meistertitel in Serie träumen – wenn das kein Ansporn ist.
 
Mit 3:9 unterlagen die Raketen den Kölnern im ersten Spiel der Best-of-Three-Serie, doch das Ergebnis spiegelt den Verlauf des Duells nur unzureichend. Mit einem Miniaufgebot angetreten, lagen die Essener bis zur Mitte des Spiels sogar mit 3:2 vorne, ehe sie dem enormen Kräfteverschleiß Tribut zollen mussten. Köln nutzte den Verschleiß beim SHC gnadenlos aus.
 
Verzichten müssen die Raketen beim nun anstehenden zweiten Vergleich auf ihren Kapitän Daniel Breves, der im ersten Viertelfinale einen Stockschlag auf die Hand abbekommen hatte und noch immer unter den Schmerzen leidet. „Ansonsten aber sind wir voraussichtlich komplett und werden alles daran setzen, ein drittes und entscheidendes Spiel zu erzwingen“, sagt der Rockets-Vorsitzende Thomas Böttcher.
 
Wichtige Partien zwischen Köln und Essen haben mittlerweile eine gewisse Tradition, und auch das dürfte das Feuer noch einmal anheizen. Schon in den Jahren 2012, 2013 und 2015 standen sich die Widersacher in den Playoffs gegenüber, zudem sind sie in den vergangenen beiden Spielzeiten auch beim Herren-Europapokal aufeinander getroffen. 2016 gewann der SHC das Europacup-Finale gegen Köln mit 7:4, in diesem Jahr setzten sich die Rheinos im Halbfinale gegen die Essener durch.
 
„Beide Mannschaften werden bis in die Haarspitzen motiviert sein. Ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel auf höchstem Niveau“, sagt Thomas Böttcher. Und sollten sich die Raketen durchsetzen, würde ihnen das ganz sicher einen zusätzlichen Schub für die dann folgende dritte Partie verleihen.

 

1. Play Off: Rockets unter Wert geschlagen!

Skaterhockey Playoffs. Im Kampf um die Deutsche Meisterschaft sind die dezimierten Essener in Köln lange Zeit das bessere Team, unterliegen aber mit 3:9  
von Christian Schwarz
 

HC Köln-West Rheinos – SHC Wohnbau Rockets 9:3 
Drittel: 2:1, 1:2, 6:0. Rockets-Tore: Rabe (2), L. Wegener. Strafminuten: Köln: 12+10 (Marke) – Essen: 8.
 
Die Bundesliga-Hockeyskater der SHC Wohnbau Rockets haben das erste Playoff-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft bei den HC Köln-West Rheinos mit 3:9 verloren. Vom Ergebnis war’s eine klare Geschichte, doch nur selten hat ein Resultat den Spielverlauf so unzureichend gespiegelt wie diesmal.
 
Auch die Kölner gestanden im Anschluss an die Partie ein, dass die Raketen „in den ersten beiden Dritteln die bessere Mannschaft“ waren. Und das, obwohl der SHC am späten Abend aufgrund von Verletzungen sowie privater und beruflicher Verhinderungen mit nur neun Feldspielern angetreten war. „Eigentlich viel zu wenige Spieler für eine Begegnung, in der man über 60 Minuten Vollgas gehen muss“, meinte der Rockets-Vorsitzende Thomas Böttcher.
 
Kurios wurde es dazu schon vor dem ersten Bully. Denn der Hallenboden in Köln war wegen eines vorausgegangenen Handball-Spiels stellenweise verharzt. Und die klebrigen Rückstände hätten die Austragung des Playoff-Auftaktes fast verhindert. Denn ans Inlinerfahren war erst zu denken, nachdem die Kölner den Boden entsprechend gereinigt hatten. Daher dauerte es fast bis 20.30 Uhr, ehe es losgehen konnte.
 Im letzten Drittel fehlte die Kraft 
Mit ihrem Mini-Aufgebot erwischten die Rockets den favorisierten Widersacher dann zunächst auf dem falschen Fuß. Und bis kurz vor dem Ende des zweiten Drittels lagen die Essener sogar mit 3:2 in Führung. „Wer weiß, was passiert wäre, wenn wir in dieser Situation einen Penalty bekommen hätten, den es eigentlich ganz klar hätte geben müssen“, meinte Böttcher.
 
So aber glichen die Kölner kurz vor der Schlusssirene des zweiten Abschnitts aus, und in den finalen 20 Minuten schwanden den wackeren Essenern zusehends die Kräfte. „Die Jungs haben wirklich super gekämpft und ein richtig gutes Spiel gezeigt. Das nackte Ergebnis lässt das zwar nicht erahnen, aber auf dieser Leistung können wir aufbauen“, sagte Böttcher.
 
Neben dem Kräfteverschleiß kam noch hinzu, dass Abwehrmann Daniel Breves nach einem Schlag auf die Hand nicht weiterspielen konnte. Zuvor hatte sich der Rockets-Kapitän einmal mehr als Fels in der Essener Verteidigung erwiesen, der den Kölner Stürmern ein ums andere Mal Einhalt geboten hatte.
 
„Hinten heraus waren wir dann einfach platt, und die Kölner haben ihre Chancen effektiv genutzt. Daher ist das Ergebnis auch so klar ausgefallen“, sagte Böttcher, der sich mit dem Team nun auf das zweite Spiel der Serie am 28. Oktober (18 Uhr, Raumerstraße) vorbereitet. „Wir haben jetzt eine Partie der Best-of-three-Serie verloren, aber noch haben wir alle Möglichkeiten, das Ding zu drehen“, so der Skater-Boss, der angesichts der unglücklichen Terminierung des Playoff-Auftaktes natürlich etwas angesäuert war.